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Kath. Mädchensozialarbeit e. V.
ist ein Fachverband  im Deutschen Caritasverband

IN VIA ist Mitglied der
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 Au-pair Erfahrungen

Erfahrungsberichte

Gastfamilie: Erfahrungsbericht

Ein Jahr mit einem Au-pair: Die Anfangsphase ist immer sehr schwierig und trotzdem merkt man von Anfang an, ob ein Au-pair zur Familie sehr gut passt oder eher weniger. Mit unserem jetzigen Au-pair Jana haben wir wieder großes Glück: Sie hat sich ohne Worte gleich perfekt in unsere Familie eingefügt. Natürlich ist es für die Kinder wieder eine große Umstellung. Sie haben eine Beziehung zum vorherigen Aupair aufgebaut und können nicht verstehen, dass jemand ihre Sprache nicht versteht und nicht so mit ihnen spielt wie ihre Vorgängerin.
Sich kümmern wie um ein eigenes Kind Für mich ist die Umstellung auch immer enorm.
Ich muss versuchen dem Au-pair so schnell wie möglich alles zu zeigen, zu erklären (mit wenigen Worten, da die Sprachkenntnisse
am Anfang meist gering sind), einen Sprachkurs zu organisieren, die Kinder zu beruhigen und das Au-Pair aufzumuntern.
Die Au-pairs kommen aus einem anderen Kulturkreis, sie leben 24 Stunden mit einer neuen Familie und werden vielleicht
von den Kindern am Anfang nicht ganz so akzeptiert. Als Gastmutter muss man sich also um das Au-pair wie um ein eigenes großes Kind kümmern (auch bei Krankheit muss man mit zum Arzt gehen und bei allen Problemen helfen). Gerade am Anfang sind viele gemeinsame Aktivitäten mit den Kindern wichtig. Das lässt bei den Au-pairs kein Heimweh aufkommen und für die Kinder ist die Umstellung etwas
angenehmer. Aufatmen, wenn wieder Alltag einkehrt Nach den ersten schwierigen zwei, drei Monaten kann man durchatmen. Die Kinder
sind locker, haben Vertrauen gewonnen. Die Au-pairs können die Sprache besser verstehen und sich auch mitteilen.
Sie haben erste Freunde gefunden und kennen den Familienalltag der Gastfamilie. Sie kennen ihre Aufgaben, spielen mit den Kindern
und können im Haushalt helfen. Sie ziehen sich zurück, wenn sie ihre Ruhe haben möchten und erkunden auf eigene Faust immer mehr die deutsche Kultur und Umgebung. Sie nabeln sich etwas von der Familie ab, schöpfen daraus neue Energie für ihre Arbeit in der Familie und es wird ihnen nicht langweilig. Für die Gasteltern ist es schön mit anzusehen, wie das Au-pair am Anfang sehr schüchtern und vielleicht etwas hilflos war und dann immer mehr dazulernt und selbständig wird. Besonders schön finde ich, wenn man weiterhin in Kontakt bleibt und mitverfolgen kann, welche tollen Wege die Au-pairs danach gehen.


Mein Au-Pair-Aufenthalt bei einer Gastfamilie in Nürnberg
Manchmal gibt es in unserem Leben ein Moment, wenn wir uns eine Frage stellen, was wir weiter machen? Diese Frage habe ich mir gestellt, als ich im dritten Studienjahr war. Da hat mich meine Tante aus Saarland angerufen und gefragt, ob ich es nicht als Au Pair Mädchen versuchen möchte. Ich habe nicht lange dran gedacht, habe eine Email an IN VIA Agentur in Nürnberg geschickt und so hat es anfangen.
In Nürnberg habe ich ein Jahr gelebt und zwei Kinder betreut: ein 5jähriges Mädchen und einen 9jährigen Jungen. Außerdem habe ich im Haushalt geholfen, einen Sprachkurs besucht, mich mit anderen Au Pair Mädchen im Au Pair Club getroffen, bin auf viele Ausflüge gefahren.

Was Kinderbetreuung angeht, war es nicht immer leicht. Nicht sofort haben wir uns verstanden. Ich kannte nicht alle Spiele, die sie kennen, und sie kannten nicht die, die ich kannte. Manchmal beim Einschlafen wollte ich ein kurzes Märchen erzählen, aber ich konnte nicht so gut Deutsch sprechen und es fehlte mir an Worten. Ich versuchte aber immer eine Lösung zu finden, damit wir gemeinsam schön Zeit verbringen. Und so statt ein Märchen zu erzählen, habe ich eine kurze Geschichte vorgelesen. Ich habe Gestalten aus Pokemom gezeichnet (Lieblingsmärchen des Jungen) und die Kinder haben sie bunt bemalt. Langsam haben wir uns kennengelernt und dann auch befreundet. Ich habe schöne Zeit mit ihnen verbracht.
Bei den Kindern haben mir meine Gasteltern geholfen. Sie gaben mir oft gute Ratschläge, die ich zukünftig bei der Erziehung meiner Kinder nutzen kann.

Ich erinnere mich an meine Rückkehr nach Weihnachten nach Deutschland. Ich hatte Angst, dass ich aus Sehnsucht weinen werde, dass ich meine Familie vermissen werde (meine Gastmutter wusste davon). Als ich schon nach Nürnberg aus Polen gekommen bin, stand ein Blumentopf mit schönen Rosen in meinem Zimmer. Und dazu noch eine kleine Karte, wo geschrieben stand: Es ist schön, dass du da bist. Ich freute mich sehr darüber und es war nett, so eine Karte zu bekommen. Zwar habe ich mein Zuhause, meine Familie vermisst, aber dank solchen Gesten war es angenehm und meine Familie konnte ich jedes Moment anrufen.
Meine Gasteltern haben mich wie ein Familienmitglied betrachtet, nie habe ich mich fremd gefühlt. Sie waren für mich immer da, offen und herzlich, wie Freunde. Ich wusste, dass ich mich auf sie verlassen kann. Sie haben mir viel beigebracht, viel gezeigt. Ich war mit ihnen in Österreich, in Italien.

Natürlich gab es zwischen uns kleine Konflikte. Aber dann haben wir einfach miteinander gesprochen. Es scheint mir, das ist die beste Methode, Probleme zu lösen, um Konflikte zu beseitigen. Einmal in der Woche habe ich mich mit anderen Au Pair Mädchen im Au Pair Club getroffen. Ich habe da viele junge Leute aus verschiedenen Ländern kennengelernt. Gemeinsam haben wir unsere Erfahrung mit Kindern gewechselt und haben an vielen Ausflügen teilgenommen (Luxemburg, Frankreich, Italien).
Während dieses Jahres habe ich nicht nur Deutsch gelernt. Ich habe mich besser kennengelernt. Ich bin selbständig geworden. Es gibt keine unmöglichen Dinge, der gute Wille reicht aus. Man muss seine Ziele festlegen und dann nach Methoden suchen, mit denen man sie erreichen kann. Ich habe mein Ziel erreicht, weil ich Zentrale Mittelstufenprüfung bestanden habe, obwohl meine Deutschkenntnisse anfangs nicht so gut waren. Ich habe einfach alle möglichen Quellen ausgenutzt, um Deutsch zu lernen, wie reden, hören, schauen, lesen usw. auf Deutsch.
Ich freue mich sehr über meinen Aufenthalt in meiner Gastfamilie und über ein Jahr in Nürnberg. Es war eine der besten Erfahrungen und Abendteuer in meinem Leben. Ich empfehle es jedem! Es ist nicht immer schön, aber es ist wichtig, gegenseitiges Vertrauen zu zeigen und sich zu verstehen. Und das Gespräch, weil man nur so die andere Seite (auch Kinder) kennen lernen und Probleme lösen kann. Man lernt sich kennen.
Agata Meyer
mailto:agma1@interia.pl



Telefoninterview: Verena Hölzel/ Au- pair in Paris
Die Interviews führte Mira Höfler, Praktikantin bei IN VIA.

Verena Hölzel, 20 Jahre alt, war Mit IN VIA als Au-pair in Paris. Nach einer Umplatzierung betreute sie dort vier Jungen im Alter von sechs Monaten bis sieben Jahren.

IN VIA: „Was war deine Motivation/ dein Beweggrund als Au- pair nach Frankreich zu gehen?“

V. H.: „Ich mag Frankreich einfach sehr und habe mit den Jahren eine besonderer Liebe zum Land entwickelt. Ich wollte außerdem meine Französischkenntnisse verbessern und nicht gleich ein Studium beginnen, da mir die Entscheidung, was ich denn studieren will, schwer fiel.“

IN VIA: „Hat deine Gastfamilie dir das Eingewöhnen leicht gemacht?“

V.H.: „Bei der ersten Familie ist die Eingewöhnungsphase total fehlgeschlagen. Es gab viele Missverständnisse und vieles lief falsch. Außerdem hatte die Gastmama so ein komisches Bild von mir und warf mir immer vor dass ich angeblich jemand anderen spielen würde und forderte, dass ich doch endlich einmal so sein solle, wie ich wirklich sei. Ich wusste überhaupt nicht, was sie eigentlich von mir wollte! Ich bin nun mal so, wie ich bin! Ich glaube aber auch, dass die Gastmutter selbst einfach zu viele Probleme hatte. Sie war Stewardess, ständig gestresst und hatte außerdem noch häufig Beziehungsprobleme. Zum Glück war ich da nur sechs Wochen “

IN VIA: „Kannst du einen typischen Arbeitstag von dir beschreiben?“

V.H.: „ Au-pair zu sein bedeutete für mich, früh aufzustehen, dann frühstücken, das Appartement aufräumen, dann die Spülmaschine auszuräumen, das Baby wickeln. Dann hatte ich so bis halb vier frei, habe dann aber die Kinder von der Schule abgeholt, essen gemacht, das Baby gefüttert und dann mit den Kindern gespielt oder bei den Hausaufgaben geholfen. An anderen Tagen haben wir dann besondere Dinge mit den Kindern unternommen, wie zum Beispiel mit Salzteig basteln oder Ausflüge machen.“

IN VIA: „Warum hast du dich dazu entschieden, dich von IN VIA vermitteln zu lassen?“

V.H.: „Eine gute Bekannte hat mir davon erzählt. Sie hat sich von einer anderen Organisation vermitteln lassen, konnte jedoch bei allen Problemen und Fragen auf IN VIA zurückkommen. Deshalb habe ich ihren positiven Erfahrungen vertraut.“

IN VIA: „Was würdest du rückblickend sagen, hat dir dein Au- pair Aufenthalt gebracht?“

V.H.: „Ich durfte ein ganzes Jahr in meiner Lieblingsstadt verbringen, konnte meine Sprachkenntnisse und meine Aussprache verbessern und bin viel selbstständiger geworden. Außerdem habe ich einiges über Kinderbetreuung und Erziehung gelernt. Ich war zu Hause die Jüngste und hatte davon deshalb nicht so viel Ahnung. Ich habe auch viel besichtigt und war in vielen Museen. Besonders toll waren auch die vielen Kinobesuche, wo ich viele Filme endlich mal in Originalversion sehen konnte.“




IN VIA Kath. Mädchensozialarbeit Nürnberg e. V., Au-pair-Vermittlung,
Harmoniestr. 16, 90489 Nürnberg

Tel. 00 49 (0) 9 11 / 58 68 69-17
Fax  00 49 (0) 911 / 58 68 69-50

aupair@invia-nuernberg.de

Unsere Telefonsprechzeiten: 
montags bis mittwochs 9:00 - 11:00 Uhr., 
donnerstags 14:30 – 16:30 Uhr, freitags 9:00 - 11:00 Uhr. 
Weitere Gesprächstermine nach Vereinbarung.

Weitere Informationen unter    www.aupair-invia.de oder  www.au-pair-in-deutschland.de sowie www.arbeitsagentur.de

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IN VIA ist Mitglied der 
Gütegemeinschaft Au-pair e.V.
 
Die führenden "Au-pair"-Organisationen und Agenturen schließen sich in der Gütegemeinschaft zusammen, um für Gasteltern und Au-pairs transparente und vergleichbare Bedingungen zu schaffen und diese auch von unabhängiger Seite kontrollieren zu lassen.
www.guetegemeinschaft-aupair.de

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Stand: 28.09.2011